• Stephan Pfeifer

Steuern - Was sich 2021 ändert


Eine Vielzahl von steuerlichen Änderungen würde für das neue Jahr 2021 beschlossen, auch ein zweites Corona-Steuerhilfegesetz wurde auf den Weg gebracht und verabschiedet.


Generell bewirken Investitionsabzugsbeträge seit Jahrzehnten hohe steuerliche Abschreibungspotenziale in ein Wirtschaftsjahr vor der entsprechenden Anschaffung oder Herstellung eines beweglichen Wirtschaftsgutes. Im Besonderen nach § 7g EStG ist eine AfA in Höhe von 40 % des Anschaffungswertes als steuerliche Minderung absetzbar und zwar im Vorjahr der tatsächlichen Anschaffung. Zusätzlich bewirbt eine 20 % SonderAfA im Kaufjahr

weitere steuerliche Vorteile.


Ab dem 01.01.2021 werden laut dem Jahressteuergesetz 2020 JStG die Investitonsabzugsmöglichkeiten flexibel gestaltet. So wird der IAB von derzeit 40 % auf

nunmehr 50 % erhöht. Weiterhin sollen auch vermietete und somit nicht im Betrieb befindliche Wirtschaftsgüter begünstigt werden. Bislang wurden Wirtschaftsgüter begünstigt die zu 90 % ihren Anwendungsbereich im eigenen Betrieb hatten.


Die Gewinngrenze wurde nun vereinfacht und generell auf € 150.000,00 pro Betrieb festgesetzt.


Eine weitere Variante stellt die Degressive Abschreibung im Rahmen des zweiten Corona-StHG dar, mit einer möglichen höheren AfA die jedoch nicht mehr als das zweieinhalbfache der linearen Abschreibung und maximal 25 % jährlich betragen darf.


Dies gilt für Wirtschaftsgüter welche nach dem 31.12.2019 und vor dem 01.01.2022 angeschafft oder hergestellt wurden. Die degressive AfA kann sodann als unveränderlicher

Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert vorgenommen werden.


Auch wurde in der Gewerbesteuerberechnung der Ermäßigungsfaktor von derzeit 3,8- auf das 4,0 -fache des Gewerbesteuermessbetrages erhöht.


Der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände wurde von € 100.000 auf € 200.000 erhöht, § 8 Gewerbesteuergesetz.

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